Franz-Stock-Komitee für Deutschland e.V.

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Hôtel des Invalides, Quelle: Wikipedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tour_Eiffel_Les_Invalides.JPGErinnerungsmesse in der Cathédrale Saint-Louis-des-Invalides in Paris.

Franz Stock, der vielen Menschen in ihren letzten Stunden beigestanden hatte, starb am 24. Februar 1949 alleine und ohne die Krankensalbung empfangen zu haben. Da er Kriegsgefangener war, durfte die Nachricht von seinem Tod nicht offiziell bekanntgemacht werden. Rund 100 Personen, die telephonisch informiert worden waren, nahmen am 28. Februar an der Trauerfeier in der Kirche St.-Jaques du Haut-Pas teil; darunter der Apostolische Nuntius Roncalli, ein Vertreter des Kardinals Suhard, Edmont Michelet und Francisque Gay, Minister und ehemalige Widerstandskämpfer, und General Buisson, Direktor der Kriegsgefangenenbehörde. Seiner Schwester Franziska war keine Einreisegenehmigung zur Teilnahme erteilt worden. Und so folgten nur rund ein Dutzend Personen seiner Beisetzung auf dem Friedhof Thiais, einem „Gestrüppfeld„ (Loonbeek), einem Friedhof für deutsche Kriegsgefangene.

Dennoch wurde aber in der Folgezeit langsam das Schweigegebot durchbrochen.

Festival de la Paix 15 juin 122Vertreter des Franz-Stock-Komitees beim ‚Ersten Festival des Friedens’ in Sainte-Mère-Église.

Sainte-Mère-Église ist ein kleiner Ort in der Normandie in der Nähe der Utah Beach. Dort landeten am frühen Vormittag des 6. Juni 1944 (D-Day) rund 14000 amerikanische Fallschirmspringer. Sainte-Mère-Église wurde so der erste Ort auf dem französischen Festland, der von den deutschen Besatzern befreit wurde. Man darf heute getrost sagen, dass auch von hier die militärische Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Herrschaft ihren Ausgangpunkt hat.

Anlässlich der 75 Jahrfeiern der Landung der Alliierten fanden im politischen Raum in der Normandie viele bedeutende Veranstaltungen statt; in Sainte-Mère-Eglise war u.a. Fürst Albert von Monaco anwesend.

Kathedrale Notre-Dame, ParisAuch wir sind tief Betroffen angesichts der verheerenden Brandkatastrophe in der Pariser Kathedrale Notre-Dame. Schockiert und mit großer Trauer sehen wir in Paris ein großes Kirchenmonument, ein zentrales Symbol nationaler Identität wie auch ein bedeutsames Symbol europäischer Kultur schwer beschädigt.

Alle, die für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre Dame spenden möchten, verweisen wir an:

Lothar Zenetti, 2017, (c) Katholische Stadtkirche Frankfurt"Das Weizenkorn muss sterben" hat wohl jeder Christ schon einmal gesungen: Nun ist der Dichter des bekannten Kirchenlieds tot. Der Frankfurter Priester und Lyriker Lothar Zenetti wurde 93 Jahre alt.

Der Dichter und Priester Lothar Zenetti ist am Sonntag im Alter von 93 Jahren gestorben. Das bestätigte das Bistum Limburg am Montag gegenüber katholisch.de. Zenetti wurde als Lyriker und Schöpfer vieler Kirchenlieder bekannt. Sein wohl bekanntestes Lied ist "Das Weizenkorn muss sterben", das sowohl im katholischen Gotteslob wie im Evangelischen Gesangbuch (EG) zu finden ist.

Pfarrer Stephan Jung und Elmar BrokAus Anlass des 71. Todestages von Franz Stock wurde in Arnsberg (St. Johannes Bapt. Neheim) und zeitgleich in Paris (Katholische Gemeinde Deutscher Sprache) sowie in Chartres (Saint-Jean-Baptiste) zu Gedenkgottesdiensten eingeladen. In Arnsberg-Neheim kamen anschließend Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Komitees zu einem Mittagessen zusammen bevor am Nachmittag die sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung des Komitees begann.

Pfarrer Stephan Jung konnte als Gäste insbesondere Marie-France BENOIST (Vertreterin Les Amis de Franz Stock in Frankreich), Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdB (Mitglied unseres Beirates), Klaus Kaiser, MdL (Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW), Maria Gierse (pax-christi DV Paderborn), Dr. Meinulf Barbers (Quickborn-Arbeitskreis), Dr. Jürgen Schulte-Hobein (Leiter des Sauerland-Museums) begrüßen. Grüße zur Versammlung richteten insbesondere Theresia Stock (Schwester von Franz Stock), Bürgermeister Ralf Paul Bittner (Arnsberg), Peter Liese, MdEP, Hans-Josef Vogel (Regierungspräsident Arnsberg), Landrat Dr. Karl Schneider (Hochsauerlandkreis), Franz Müntefering und Gereon Fritz (Ehrenpräsident der VDFG) aus.

Mit Blick auf die wichtige Wahl zum Europaparlament war als Ehrengast und Referent der langjährige Europaabgeordnete Elmar Brok eingeladen, um die Versammlung mit einem Vortrag „Europa und die Religion – Konflikt oder Chance?“ zu eröffnen.

201901Prof TheofilakisIm Januar 2019 folgte Professor Théofilakis aus Paris der Einladung des Kriegsheim­kehrer mahnen! e.V. zum Besuch in Bochum. Prof. Théofilakis ist Historiker und Professor für Sozialgeschichte des 20. Jh. an der Sorbonne. Eines seiner speziellen Spezialgebiete ist die Forschung über die Kriegsgefangenen der beiden Weltkriege, unter besonderer Berücksichtigung Frankreichs und Deutschlands.

Professor Théofilakis wirkte als Historiker auch bei der Erstellung der 2017 in Frankreich erschienen Fernsehdokumentation zum Stacheldrahtseminar Chartres "Le Séminaire des barbelés" mit.

Neben dem Besichtigungsprogramm in Bochum und intensiven Diskussionen über gemeinsame Bezugspunkte war natürlich auch eine Fahrt auf den Spuren von Franz Stock, mit dessen Person sich Prof. Theófilakis bereits seit 2003 beschäftigt, in Neheim angesagt. Durch die Dauerausstellung dort führte Margreth Dennemark vom Vorstand des Komitee (s. Foto). Ferner wurde das Elternhaus Stock sowie die neue Franz-Stock-Wanderausstellung in der St.-Michaels-Kirche besichtigt.

Bild VortragMargreth Dennemark (Stellv. Vorsitzende des Komitees) hat im Rahmen verschiedener Veranstaltungen einen Powerpoint basierten Vortrag zum Thema: "Franz Stock - Priester des Friedens. Sein Leben und Wirken im Kontext der deutsch - französischen Geschichte." entwickelt. Dieser Vortrag ist in zwei Varianten mit einer Länge von 50 bzw. 90 Min. vorbereitet.

Termine können direkt mit der Referentin Margreth Dennemark abgestimmt werden.

Plakat HSK-AustellungDie große Sonderausstellung "Franz Stock und der Weg nach Europa" im Arnsberger Sauerland-Museum 2012 ist allseits so gut angekommen und angenommen worden, dass von mehreren Seiten angeregt wurde, deren Gedanken und Zielsetzung in einem Vortrag mit den entsprechenden Bildern weiter wirken zu lassen. Aus diesem Grund hat Thomas Bertram, der an der Konzeption der Ausstellung im Auftrag des Komitees beteiligt war, einen Vortrag mit dem Thema „Von der Erbfeindschaft zur Duzfreundschaft – Franz Stock und sein Wirken als christlicher Baustein zur Einigung Europas" konzipiert, der mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation, die sich an der Ausstellung orientiert, deren Inhalt und Ziel verdeutlicht. Fünf Termine sind bereits belegt. Termine können direkt mit dem Referenten Thomas Bertram abgestimmt werden.